Boten der barmherzigen Liebe Gottes
Wenn wir Flüchtlingen persönlich begegnen, stehen wir nicht in der Verantwortung eines Politikers. Alle Fragen müssen wir bewüßt beseite lassen. Weder die Sorge über die Zukunft Europas noch einen Ärger über die Regierenden dürfen uns in diesem Moment beeinflüssen. Vor allen dürfen wir nicht zulassen, dass Ängste unser Herz verschließen. Vielmehr müssen wir uns als Boten Gottes verstehen und, wie Papst Franziskus es ausdrückt, "selbst zum wirkungsvollen Zeichen des Handeln des Vaters werden". Ein freundlicher Blick, ein Lächeln, ein herzlicher Gruß, ein furchtloser Handschlag, ein Zeichen aufrichtiger Hilfsbereitschaft, der Versuch einer einfachen Kommunikation - all das kann diesen verängstigten und von Sorgen gequälten Menschen das Vaterherz Gottes offenbaren. In dem Maß, als wir bewusst auf Vorurteile verzichten und einen mutigen Vertrauensvorschuss gewähren, geben wir diese Menschen in die Hand Gottes.Als Christen sollen wir ganz zielstrebig die Begegnung mit den Flüchlingen suchen, sei es auf der Straße, im Geschäft oder im Zug, wir sollten ihnen in ihren Unterkünften unsere Hilfe anbieten, das Gefühl der Freude vermitteln und persönliche Kontakte aufbauen. Diese Zeichen der Liebe werden die Flüchtlinge nie vergessen, selbst wenn ihr Asylantrag abgelehnt wird und sie in ihre Heimat zurückkehren müssen.
Entnommen: "Kirche Heute" Nr. 11/November 2015 von Erich Maria Fink
Wir möchten helfen - Sie auch?
Wieviel Flüchtlinge sind derzeit in Radolfzell und wo sind sie untergebracht?
In Radofzell gibt es in der Kasernenstraße eine Gemeinschaftsunterkunft. u Anschlußunterbringungen gibt es in Markelfingen im , ehemaliges Hotel Kutscherstube und in Böhringen im ehemaligen Hotel Sternen.
Aktuelle Zahlensind über die Homepage der Stadt Radolfzell ( https://www.radolfzell.de ) und das Landratsamt Konstanz ( http://www.lrakn.de ) zu erfahren (vielleicht).
Um diesen Menschen angemessen helfen zu können, haben sich in Radolfzell inzwischen drei Helferkreise gegründet. Der Freundeskreis Asyl besteht schon seit über dreißig Jahren.
Allen Organisationen ist es ein Anliegen, Personen zu finden, welche sich bereit erklären, eine „Patenschaft‘‘ für einen Flüchtling zu übernehmen. Dies bedeutet unter anderem, Arztbesuche, Einkäufe oder Behördengänge zu begleiten und Alltagsabläufe in einem unbekannten System zu erlernen.
Weiterhin werden Personen gesucht, die Sprachunterricht erteilen können. Fahrräder als Transport- und Bewegungsmittel werden dringend gebraucht.
Aktuelle Informationen entnehmen Sie bitte sen Internmetauftritten der Helferkreise.
Die dringendste Suche aber ist die nach Wohnraum. Wo sollen die Flüchtlinge im Anschluss an die Notunterkunft untergebracht werden? Vor dieser Frage stehen alle Helfer sprichwörtlich hilflos da und bitten um Ihre Mithilfe, geeigneten Wohnraum für diese Menschen zu finden!
Wenn Sie helfen oder etwas spenden möchten, wenden Sie sich bitte an untenstehende Kontaktadressen, da auch unsere Hilfe einer guten Organisation bedarf!
Ansprechpartner Freundeskreis Asyl: kontakt@fk-asyl-radolfzell.org
Humanitas e. V.: info@humanitasev.de
Ansprechpartner in der Seelsorgeeinheit St. Radolt:
Siegfried Müller, Diakon: f@siegfried-o-mueller.de
Monika Müller: momue@siegfried-o-mueller.de
Für die Kirchengemeinde: Heinz Vogel, Pfr.
Deutsche Bischofskonverenz - Initiative - Flüchtlicngshilfe
Weitere Informationen zum Thema Flüchtlinge:
Flüchtlingsrat Baden-Württemberg
