Hausherren - Legenden

Ofenkachel mit HausherrenOfenkachel mit Hausherren
Ofenkachel mit Hausherren

 

Kurzfassung der Märtyrer-Legenden von Theopont und Senesius

Der römische Kaiser Diocletian und einer seiner Mitregenten weilten in ihrer Sommerresidenz in Nikomedien, als am 24.2.303 dort der Befehl zur Christenverfolgung verkündet wurde. Der Genius des Kaisers, der Götze Apoll, sollte als Zeichen der Kaisertreue und der Reichseinheit angebetet werden. 40 Jahre waren seit der letzten Christenverfolgung vergangen. Theopont, ein Bischof in Nikomedien, sollte als erster anbeten, doch er weigerte sich, denn allein dem dreifaltigen Gott gebührt die Anbetung. Daraufhin wurde Theopont zur Folter verurteilt.
Man liess ihn im Gefängnis hungern, doch ihm erschien Christus als Kind und stärkte ihn.
Grausame Folterungen folgten, doch keine konnte seine Christustreue brechen.

Da vermutete der Kaiser den Einfluss dämonischer Mächte, deshalb liess er den Dämonenbeschwörer (Zauberer) Theonas kommen. Der zeigte seine "Kunst" durch Spaltung eines Ochsen und reichte dann dem Bischof Theopont einen "Giftrank" und einen "vergifteten Kuchen". Doch Theopont überlebte ohne Schaden.

Dies öffnete dem Dämonenbeschwörer Theonas die Augen für die Macht Christi und er liess sich von Bischof Theopont auf den Namen Senesius (der Erleuchtete) taufen.

Der Kaiser verurteilte in unbeschreiblichem Zorn daraufhin Theopont und Senesius zum Tode.

Die Offenbarung Christi durch das Zeugnis des Theopont scheidet die Menschen in "Erleuchtete", wie Senesius und in "sich verschliessende Blinde", wie der Kaiser. Die beiden Heiligen gehen ein in das Reich des Lebens, "erhalten den Lohn im Himmel"; der Kaiser bleibt zurück im Reich des Todes, der vergänglichen Welt.

Die Märtyrer sind ein Beispiel, dass sich Christi Verheissungen erfüllen. Zugleich werden sie zur Aufforderung Christus nachzufolgen. Jesus sagt: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern das Licht des Lebens haben.( Joh. 8,12)